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| Klartext im
BBC zu Mobilfunk-Grenzwerten
„Panorama“ auf dem britischen TV-Kanal
BBC One hat am 21. Mai ungeschönte Fakten
über den Grenzwert-Skandal bei
Mobilfunkstrahlung präsentiert. In England überschlugen
sich die Ereignisse bei Computer-
Service Firmen, fast der Hälfte der Service-Anrufe
fragten nach der Möglichkeit einer Deinstallation ihres
Wi-Fi-Systems (WLAN).
Hier können Sie die Sendung in englischer Sprache auf
GoogleVideo ansehen.
Video:
BBC Sendung in englischer Sprache
Eine Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen erhalten Sie
unter drmoldan.de im PDF-Format.
Umweltmedizinische Beurteilung elektromagnetischer
Felder in Gebäuden
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Dr. med. Gerd Oberfeld
Arzt für Allgemeinmedizin und allgemein beeideter &
gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Umweltmedizin
Curriculum
Vitae
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Dr. Oberfeld umreißt in seiner Arbeit die fünf physikalisch
klar definierten Arten elektromagnetischer Felder und Wellen
in ihren Eigenschaften, Quellen, Wirkungen sowie Zielwertaspekten.
In Studien zu Mobilfunksendeanlagen und zu gesundheitlichen
Wirkungen von Mobiltelefonen werden Symptome und Beschwerden
unter die Lupe genommen.
Im Vordergrund der gesundheitlichen Diskussion zu den Folgen
der Mobiltelefonnutzung steht die Frage des Tumorrisikos sowie
des Risikos neurologischer Krankheiten.
zur
Studie
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"Cherry-Studie"
Die Internationale Kommission zum Schutz
vor nichtionisierender Strahlung ( International Commission
on Non-Ionizing Radiation Protection, kurz: ICNIRP ) erstellt
Richtlinien für Expositionsgrenzwerte von elektromagnetischen
Feldern. Deren Empfehlungen werden in der Regel von der WHO
(Weltgesundheitsorganisation) und vielen nationalen Gremien
als Grundlage für die Festlegung von Grenzwerten übernommen.
Die ICNIRP-Richtlinien basieren lediglich
auf den thermischen Wirkungen (Erwärmung von Gewebe) elektromagnetischer
Felder. Die nichtthermischen Effekte werden bis jetzt als
gesundheitlich nicht relevant betrachtet.
Vor dem Hintergrund, dass Neuseeland
diese ICNIRP-Empfehlungen übernehmen wollte, verfasste 1999
Dr. Neill Cherry von der Lincoln University, Neuseeland seine
"ICNIRP GUIDELINE CRITIQUE" (ICNIRP-Richtlinien-Kritik).
Hierfür beschäftigte er sich sowohl mit
den Bewertungskriterien der ICNIRP als auch mit den zu der
Zeit vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen. Dabei
kam er zu folgender Einschätzung: "Die ICNIRP Bewertung (1998)
von Wirkungen habe ich durchgesehen und als ernsthaft fehlerbehaftet
befunden. Sie enthält ein Muster von Voreingenommenheiten,
bedeutenden Fehlern, Weglassungen und absichtlichen Verdrehungen.
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Falls sie angenommen wird, verfehlt sie
den öffentlichen Gesundheitsschutz vor bekannten möglichen
und tatsächlichen Wirkungen auf die Gesundheit, folglich ist
sie gesetzeswidrig in Bezug auf die Forderungen des Resource
Management Act."
Dr. Neill Cherry belegt seine Vorwürfe,
indem er auf zahlreiche internationale Studien, u.a. auch
auf eine von Dr. William Ross Adey und eine von Prof. John
Goldsmith verweist. Letzteren zitiert er in seiner Studie
folgendermaßen:
"Es gibt starke politische und wirtschaftliche
Gründe, dass man wünscht, es soll keine Einwirkungen auf die
Gesundheit durch RF/MW Exposition geben, so wie es starke
öffentliche Gründe gibt, die Risiken genau zu beleuchten.
Jene, welche sich berufen fühlen, für die öffentliche Gesundheit
zu sprechen, müssen bereit sein, Gegenposition einzunehmen
gegen die, die dem Namen nach, aber nicht wahrhaft wissenschaftlich
sind."
Dieser Meinung schließt sich Dr. Neill
Cherry an. Aufgrund seiner Ergebnisse empfiehlt er, deutlich
niedrigere Grenzwerte zum vorsorgenden Gesundheitsschutz einzuführen.
Die englische Fassung der Studie können Sie unter www.buergerwelle.de
einsehen, wo Sie auch eine gebundene Übersetzung
beziehen können.
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Studie des ECOLOG-Institutes
Das unabhängige ECOLOG-Institut mit Sitz
in Hannover führte, im Auftrag der T-Mobil, (der Mobilfunktochter
der Deutschen Telekom) eine Literaturstudie über den derzeitigen
wissenschaftlichen Kenntnisstand zu möglichen Auswirkungen
der Felder des Mobilfunks auf die Gesundheit durch. Dabei
sollten die Ergebnisse nach dem Gesichtspunkt des vorsorgenden
Gesundheitsschutzes bewertet werden.
Die Forscher fanden hierbei eindeutige
Beeinträchtigungen des Zentralen Nervensystems, des Hormon-
und Immunsystems und von kognitiven Funktionen heraus. Ernst
zu nehmende Befunde deuteten auch auf eine krebsfördernde
Wirkung hochfrequenter elektromagnetischer Felder hin.
Da T-Mobil noch an drei andere wissenschaftliche
Einrichtungen gleiche Aufträge vergeben hatte, wurde vereinbart,
vor der Veröffentlichung der einzelnen Ergebnisse diese in
einem, von der T-Mobil zu benennenden, wissenschaftlichen
Gremium zu diskutieren.
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Obwohl die einzelnen Resultate zwischen
Mai 2000 und Herbst 2000 feststanden, gelang es der T-Mobil
lange nicht, einen Träger für das wissenschaftliche Diskussionsforum
zu finden.
Dies ist ihr dann zwar mit der Gruppe
Mensch-Umwelt-Technik (M.U.T.) des Forschungszentrums Jülich
gelungen, der sich anschließende Diskussionsprozess schien
dem ECOLOG-Institut jedoch zu lange zu dauern.
Somit entschloss das ECOLOG-Institut
seine Ergebnisse, die es schon im Mai 2000 der T-Mobil übergeben
hatte, im April 2001 zu veröffentlichen. Dies geschah auch
auf Drängen verschiedener Landesbehörden, Umwelt- und Verbraucherverbände
vor dem Hintergrund der (laufenden) Überarbeitung der gesetzlichen
Bestimmungen.
Weitere Informationen und die Ergebnisse
der Studie erhalten Sie unter
www.ecolog-institut.de
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"Rinderstudie"
Ein anschauliches Beispiel, wie heutzutage
mit Untersuchungen zum Thema Mobilfunk umgegangen wird, liefert
die sogenannte "Rinderstudie".
Im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums
für Landesentwicklung und Umweltfragen (StMLU) wurden von
1998 bis 2000 im Rahmen des Forschungsprojektes "Untersuchungen
zum Einfluss elektromagnetischer Felder von Mobilfunkanlagen
auf Gesundheit, Leistung und Verhalten von Rindern" umfangreiche
Messungen auf 38 Höfen in Bayern und Hessen vorgenommen.
Am 30.11.2000 wurde in einer Pressemitteilung
der Pressestelle des StMLU über das Internet folgendes Fazit
dieser "Rinderstudie" verbreitet: "Ein Gefährdungs-Szenario
durch Mobilfunk ist nach Auswertung der Studie nicht erkennbar,
nach Ansicht der Wissenschaftler aber auch nicht 100prozentig
auszuschließen."
Dr. Christoph Wenzel, Veterinär an der
Universität München und selbst an der Untersuchung beteiligt,
sagte in einer Hörfunksendung des BR2 vom 11.01.2001 unter
anderem: "In unserem Bericht in einer achtköpfigen Expertenrunde
im November im Bayerischen Umweltministerium haben wir uns
auf einen Kernsatz verständigt. Nämlich: Es darf keine Entwarnung
gegeben werden. Dieser Kernsatz findet sich nicht in dem Resümee
des bayerischen Umweltministeriums, das man im Internet nachlesen
kann.
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Wir haben einen Zusammenhang zwischen
der Strahlung, die von Mobilfunksendeanlagen ausgeht, und
dem Verhalten der Tiere gefunden."
Interessant ist dabei, dass Vertreter
der 4 Mobilfunkbetreiber, die sich mit 400 000 DM an der 800
000 DM teuren Studie beteiligten, sowohl an der Abfassung
des offiziellen Resümees des Abschlusskolloquiums vom 29.11.2000
als auch schon an der Auswahl der untersuchten Höfe beteiligt
waren.
Diese und andere Vorwürfe erhebt der
Abgeordnete des Bayerischen Landtags, Volker Hartenstein,
die z.B. unter
www.funkenflug1998.de
nachzulesen sind.
Das StMLU weist diese Vorwürfe der Einflussnahmen
auf das Ergebnis unter anderem in Pressemitteilungen vom 17.01.2001
und 24.01.2001 vehement als "konstruiert" und "falsch" zurück.
Die Diskussion um diese Studie ist damit wohl trotzdem noch
nicht beendet.
Eine Kurzfassung der Studie und das Resümee
des wissenschaftlichen Kolloquiums sind unter dem Stichwort
"Rinderstudie" abrufbar
www.umweltministerium.bayern.de oder
kostenlos zu bestellen unter
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Salzburger
Resolution
Die "Internationale Konferenz Situierung
von Mobilfunksendern - Wissenschaft und Öffentliche Gesundheit",
die am 7. und 8. Juni 2000 in Salzburg stattfand, führte erstmals
auf internationaler Ebene führende Wissenschaftler und Experten
der Bereiche Technik, Biowissenschaft und Medizin sowie der
öffentlichen Gesundheit zusammen.
Ziel dabei war, den gegenwärtigen Wissensstand
zur Exposition und zu den gesundheitlichen Auswirkungen hochfrequenter
elektromagnetischer Felder unter dem Aspekt der öffentlichen
Gesundheit und des Vorsorgeprinzips zu diskutieren.
Die Konferenz machte klar, dass die Grenzwertvorschläge
der ICNIRP (International Comission on Non-Ionizing Radiation
Protection) zum einen wissenschaftlich nicht haltbar sind
und zum anderen den Schutz der menschlichen Gesundheit nicht
gewährleisten können.
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Sie fordert daher in der "Salzburger
Resolution zu Mobilfunksendeanlagen" u.a. einen Grenzwert
für die gesamte Strahlendichte von Mobilfunksendern an einem
Messpunkt von maximal 1mW/m² ("Salzburger Vorsorgewert")und
nicht mehr als 0,250 mW/m² pro Sender. Desweiteren wird empfohlen,
die Situierung von Mobilfunksendeanlagen an ein Bewilligungsverfahren
zu knüpfen und dabei auch die lokale Bevölkerung stärker miteinzubeziehen.
Viele Leute sehen diese Salzburger Konferenz
als Wendepunkt und Chance in der Bewertung hochfrequenter
elektromagnetischer Felder. Letztendlich liegt es aber doch
an den zuständigen Behörden, inwieweit diese Empfehlungen
bei der Festlegung der Grenzwerte berücksichtigt werden.
Der komplette Tagungsband mitsamt der
Resolution kann im Internet unter www.land-sbg.gv.at
als pdf-Datei kostenlos abgerufen werden
oder ist erhältlich unter
| Tel.: |
+43 (0662) 8042-2312 |
| Fax: |
+43 (0662) 8042-3056 |
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Handys beeinflussen
Hirnfunktionen im Schlaf
Forschern der Universität Zürich ist
es erstmals gelungen nachzuweisen, dass Hirnfunktionen durch
elektromagnetische Hochfrequenzfelder beeinflusst werden können.
In einer ersten Studie setzten sie die
Versuchspersonen während des Schlafes zeitweise elektromagnetischen
Feldern aus. Die dabei verwendeten Feldstärken entsprachen
in ihrer Wirkung dem halben Grenzwert für lokale Exposition.
Die Wissenschaftler konnten bei dieser Untersuchung u.a. feststellen,
dass die Hirnstromwellen (Schlaf-EEG) in einem bestimmten
Frequenzbereich verändert waren.
Diese Ergebnisse veranlassten sie, eine
weitere Studie durchzuführen. Dabei wurden die Versuchspersonen
kurz vor dem Schlafengehen, 30 Minuten lang, mit modulierten
elektromagnetischen Wellen einer Frequenz von 900 MHz (diese
entspricht der des D-Netzes) bestrahlt. Auch hier traten Veränderungen
des Schlaf-EEG`s im gleichen Frequenzbereich auf, diese bildeten
sich aber auch im Verlauf des Schlafes zurück. Die Schlafdauer
wurde nicht beeinflusst.

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Entweder: Da
die genauen physiologischen Mechanismen dieser Effekte noch
nicht bekannt sind, erlauben es sich die Forscher nicht, Aussagen
über ein mögliches Gesundheitsrisiko zu machen.
Dies zeigt wieder das Dilemma, in dem
wir heutzutage stecken: Obwohl eindeutig Beeinträchtigungen
festgestellt werden, ist man oft noch nicht bereit, klare
Aussagen zu machen und daraus auch Forderungen abzuleiten,
da man den Wirkungszusammenhang noch nicht genau kennt.
Oder: Warum
die elektromagnetischen Felder die Hirnströme verändern, und
was das für gesundheitliche Auswirkungen hat, wissen die Forscher
noch nicht. Sie vermuten aber, dass durch die Bestrahlung
tieferliegende Hirnstrukturen beeinflusst werden.
Die komplette Studie mit der Zusammenfassung
der Autoren gibt es unter www.unizh.ch/phar/sleep/handy.
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